Fachinformation: Speed
Amphetamin, Methamphetamin – Mischkonsum
[Anregende Amphetamine]

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8. Hinweise zur Dosierung

Amphetamin (Handelsnamen: Benzedrin®, Dexedrin®) wurde früher in Pillen mit jeweils 5 mg respektive 10 mg vertrieben. Je nach Indikation wurde gemäß Beipackzettel die Einnahme von einer bis drei Pillen pro Tag, das heißt maximal 30 mg pro Tag, empfohlen. Methamphetamin (Handelsnamen: Pervitin®, Isophen®) wurde in Pillen mit jeweils 3 mg Wirkstoff angeboten. In der Gebrauchsanweisung für das "zentrale Analeptikum mit langanhaltender Kreislaufwirkung" der Temmler-Werke (Hersteller von Pervitin®) hieß es:

"Man nehme höchstens 2 Tabletten. Tagwachen nehmen 1 - 2 Tabletten morgens, Nachtwachen 1 - 2 Tabletten abends, um Schlaflosigkeit zu erhalten; die Wirkungsdauer beträgt mehrere Stunden. Benutzung nur von Fall zu Fall!"

Als optimale Dosierung zum Wachhalten für Klinkpersonal wurde die Gabe von 1 - 3 Tabletten pro Tag ermittelt, was einer Tagesdosis von 3 - 9 mg Methamphetamin entsprach. Eine Tagesdosis von 30 mg (10 Tabletten) konnte im Selbstversuch nicht länger als drei Tage durchgehalten werden, ja bei 30 mg bei einmaliger Dosierung wurde seinerzeit (1939) die Schwelle zum toxischen Bereich angesiedelt. 23 *

Gemäß der Verordnung zur Änderung der Verordnung über das Verschreiben Betäubungsmittel enthaltender Arzneien und ihre Abgabe in den Apotheken vom 25. Oktober 1961 (BGBl. I S. 1915) wurde für die Verschreibung von Amphetamin eine tägliche Höchstmenge von 200 mg, von Methamphetamin eine solche von 100 mg festgesetzt. Dies entspricht einer Monatsration von sechs Gramm Amphetamin respektive drei Gramm Methamphetamin pro Monat. In der 1. BtMÄndV 24 * vom 6. August 1984 (am 1. September 1984 in Kraft getreten) wie auch in der 4. BtMÄndV vom 23. Dezember 1992 (in Kraft getreten am 31. Januar 1993) wurden diese Höchstmengen bestätigt. Erst mit der 10. BtMÄndV 25 * vom 20. Januar 1998 (in Kraft getreten am 1. Februar 1998) wurde die pro Monat verschreibbare Höchstmenge von Amphetamin um den Faktor zehn von sechs Gramm auf 600 mg herabgesetzt, was einer täglichen Dosis von 20 mg entspricht. Da in dieser Verordnung keine Angabe zu Methamphetamin gemacht wurde, durfte ein Arzt immer noch 100 mg Methamphetamin pro Tag an einen Patienten verschreiben, also fünfmal mehr als er Amphetamin verschreiben durfte.

Da Amphetamin zumeist nur stark gestreckt auf dem Schwarzmarkt erhältlich ist, ist es nicht möglich eine vernünftige Angabe zur Dosierung zu machen. Bei Methamphetamin, vor allem in kristalliner Form, kann von folgender Faustregel ausgegangen werden. Von der Annahme ausgehend, dass etwa 8 mg eine vernünftige Dosis sind, ist ein Gramm des kristallinen Pulvers siebenmal zu halbieren, da die Zahl 2 siebenmal mit sich selbst multipliziert 128 ergibt (27 = 128) und 1000 mg / 128 = 7,8 mg sind. Anders ausgedrückt heißt das, wenn man aus einem Gramm Methamphetam in etwa 128 Linien macht, dann hat man vernünftig dosiert. Macht man aus einem Gramm Methamphetamin jedoch nur etwa 30 Linien, das heißt, man halbiert das Gramm nur fünfmal (25 = 32, und 1000 mg / 32 = 31 mg), dann liegt man bereits in jenem Grenzbereich, den Mediziner als toxische Schwelle bezeichnen. Drei solche Linien entsprechen in etwa der Höchstmenge, die ein Arzt pro Tag verschreiben durfte.

Die Mengenangaben zu den Pharmaprodukten Pervitin® und Isophen® beziehen sich jeweils auf das Hydrochlorid (Methamphetamin-HCL), bei den Mengenangaben in den Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnungen fehlen Hinweise, ob sich diese auf die Base oder das Hydrochlorid der jeweiligen Wirksubstanzen beziehen. Es gelten folgende Gewichtsverhältnisse (Massenverhältnisse):

 
100 Milligramm Amphetamin-Base = 127,0 mg Amphetamin-HCL
100 Milligramm Amphetamin-HCL = 78,7 mg Amphetamin-Base
100 mg Methamphetamin-Base = 124,5 mg Methamphetamin-HCL
100 mg Metamphetamin-HCL = 80,3 mg Methamphetamin-Base

Drei Milligramm Methamphetamin-HCL (Dosis einer Pervitin-Tablette) entsprechen somit 2,4 mg Methamphetamin-Base. Die Wirkstoffmengen von Amphetamin und Methamphetamin werden manchmal als freie Base und manchmal als Hydrochlorid (Hcl-Salz) angegeben. Die meisten Phenylalkylamine wie Amphetamin und Methamphetamin werden jedoch als HCl-Salz auf den Markt gebracht, da das freie Amin meistens nicht wasserlöslich ist und zudem einer schnelleren Zersetzung unterliegt. In den Pillenlisten von Eve & Rave Berlin 26 * sind alle Wirkstoffmengen jeweils als Hydrochlorid angegeben, in den Pillenlisten von Eve & Rave Schweiz 27 * sind ebenso die Werte als Hydrochlorid angegeben.

Methcathinon ist prinzipiell geringer zu dosieren als Methamphetamin.

 

9. Safer Use

Minimalregeln zur Risikovermeidung für (Meth)-Amphetamin-Gebraucher

Überdosierungen sind durch den stark variierenden Wirkstoffgehalt sehr schnell möglich. Daher gilt:

  • Niedrig dosieren! Vor der Einnahme (besonders bei Methamphetamin) sollte man sich überlegen, wie lange man wach sein will – jede Party geht einmal zu Ende ...

  • Bei häufigem Gebrauch sollte man stets Vitamin C und D sowie Mineralien (Eisen, Kalzium und Magnesium) zu sich nehmen.

  • Beim Schnupfen sollte man keine scharfkantige Schnupfröhrchen (abgeschnittene Kunststoffstrohhalme, gerollte – frisch aus dem Automaten gezogene – Geldscheine) benutzen, um die Nasenschleimhäute nicht zu verletzen.

  • Die Linien (Lines) müssen gut vorbereitet werden. Die Substanz ist – bevorzugt auf einem sauberen, frisch polierten Spiegel oder auf einer anderen trockenen, glatten Oberfläche – zu einem möglichst feinen Pulver zu zerkleinern. Je feiner das Puder ist, desto geringer ist das Risiko, dass größere Partikel der Substanz in den Nasenhaaren hängen bleiben oder anhaften und in der Folge die Nasenschleimhäute schädigen können.

  • Schnupfröhrchen nicht weiterreichen, sondern nur alleine brauchen, um die Gefahr der Übertragung von ansteckenden Krankheiten (Herpes, Hepatitis C) auszuschließen. Mehr zu "Safer-Sniffing" siehe: http://www.eve-rave.net/abfahrer/presse/presse05-02-21.html

  • Man sollte stets darauf achten, Konsumpausen einzulegen, um seinem Körper die nötige Erholung zu geben.

 

10. Mischkonsum

Die Kombination zweier oder mehrerer psychoaktiver Substanzen innerhalb einer kurzen Zeitspanne oder über den Zeitraum einer Nacht verteilt, kann sehr reizvoll, anregend und kommunikativ sein, kann aber auch zu einer besonders starken Belastungsprobe für Körper und Psyche werden und erhöht somit vor allem für unerfahrene Drogengebraucher die Gefahr unangenehmer Zwischenfälle. Es gilt darum zuvor genau zu überlegen, was man sich vom gleichzeitigen Konsum mehrerer psychoaktiver Substanzen unterschiedlicher Wirkungsart erhofft und ob die Effekte, die man für sich erwartet, das Risiko, das man dabei eingeht, rechtfertigen.

 

Speed (Amphetamin) und Ecstasy (MDMA)

Der gleichzeitige Konsum von Amphetamin und MDMA wird in der Technoszene häufig praktiziert, obwohl dies eigentlich unsinnig ist, da gemäß empirischer Erfahrung das Amphetamin die subtile empathische Wirkung von MDMA deutlich mindert. Demzufolge sollten die Substanzen nicht gleichzeitig, sondern zeitlich um ein paar Stunden versetzt eingenommen werden. Da Amphetamin die Wirkung von MDMA weit mehr beeinträchtigt als letzteres die Wirkung von Amphetamin, sollte vor der Einnahme von MDMA wie auch während der Wirkungsentfaltung von MDMA kein Amphetamin konsumiert werden. Nur wer zuerst MDMA und erst nach dem Abflauen der Ecstasy-Wirkung die erste Portion Amphetamin konsumiert, kommt in den Genuss der vollen Entfaltung der entaktogenen und empathischen Wirkung der Substanz MDMA wie auch der anregenden Wirkung des Amphetamins.

Die Einnahme von MDMA bewirkt im Gehirn gemäß wissenschaftlichen Untersuchungen eine Abnahme bestimmter EEG-Frequenzmuster im Alpha-Wellenbereich (8,5 Hz bis 12 Hz) und Amphetamin bewirkt dagegen im Gehirn eine Zunahme der gleichen EEG-Frequenzmuster. 28 * Die gleichzeitige Einnahme von MDMA und Amphetamin setzt somit im Gehirn zwei Reaktionsmuster in Gang, die sich gegenseitig aufheben.

Eine wiederholte gleichzeitige Einnahme von MDMA und Amphetamin über einen längeren Zeitraum hinweg belastet das serotonerge System (die Serotonin ausschüttende Nervenzellen) so stark, dass die Wahrscheinlichkeit einer länger anhaltenden Schädigung dieses Systems als hoch eingeschätzt werden muss. Je größer die Häufigkeit der gleichzeitigen Einnahme von MDMA und Amphetamin ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung des besagten Systems im Gehirn. Neuesten Untersuchungen zufolge findet nach längerer Konsumpause eine Regeneration dieses Systems statt. Ob die Regeneration allerdings die volle Funktionsfähigkeit der geschädigten serotonergen Nervenzellen wiederherstellt, ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen. Der gelegentliche und alleinige Konsum von MDMA oder Amphetamin scheint demgegenüber kaum eine Schädigung dieses Systems zu verursachen. 29 *

Eine von einigen Wissenschaftlern beobachtete Folge der Schädigung des Nervensystems durch Dauerkonsum von Ecstasy und Amphetamin ist eine Beeinträchtigung des Gedächtnisses, insbesondere des Kurzzeitgedächtnisses und des Wortgedächtnisses. Letzteres beeinträchtigt in der Folge auch die Wortgewandtheit und somit die verbale Ausdrucksfähigkeit. Durch diese Feststellung soll jedoch nicht der Eindruck suggeriert werden, dass der durchschnittliche Ecstasy-Konsument (der im Allgemeinen Mischkonsum betreibt) kognitive Einschränkungen oder andere Leistungsdefizite in klinisch relevantem Ausmaß aufweist. Solche ausgeprägten Fälle sind die Ausnahme und werden dementsprechend als Fallberichte in der Fachliteratur mitgeteilt. Üblicherweise erscheinen selbst starke Konsumenten auf den ersten Blick unauffällig, und sie nehmen selbst ebenfalls überwiegend keine Alltagsdefizite wahr. 30 *

 

Crystal (Methamphetamin) und Ecstasy (MDMA)

Nach einmaligem Konsum von Methamphetamin sollte man auf jeden Fall mindestens zwei oder drei Tage vor dem Genuss von MDMA verstreichen lassen, nach längeren Konsumphasen mindestens eine ganze Woche, da man sonst gemäß empirischer Erfahrung die typische MDMA-Wirkung kaum zu spüren bekommt. Konsumenten, die über einen sehr langen Zeitraum hinweg regelmäßig Methamphetamin eingenommen und sich an die Substanz gewöhnt haben, brauchen eigentlich kein MDMA zu nehmen, da unter diesen Umständen das MDMA seine Wirkung kaum noch entfalten kann und die Konsumenten nur einen schwachen Abglanz der erwünschten MDMA-Wirkung verspüren können. Erst nach drei oder mehr Wochen Konsumpause hat sich der Körper wieder soweit regeneriert, dass eine MDMA-Einnahme mit einem echten Genuss in Verbindung gebracht werden kann.

 

Speed (Amphetamin) und Crystal (Methamphetamin)

Das Wirkungspotenzial von Methamphetamin ist etwa fünfmal so groß wie dasjenige von Amphetamin, ebenso ist die Wirkdauer von Methamphetamin fünfmal so lang wie diejenige von Amphetamin. Bei einer Verwechslung der beiden Substanzen kann es deshalb zu nicht unerheblichen Überraschungen kommen. Da die Wirkmechanismen der beiden Substanzen ähnlich sind, ist ein Mischkonsum sicher nicht wesentlich unverträglicher als der Konsum der einzelnen Substanzen. Dies gilt zumindest solange, wie der Konsument den Überblick bezüglich eingenommener Mengen der beiden Substanzen behält. Verliert er diesen Überblick, besteht die Gefahr einer sukzessiven Überdosierung und somit das akute Risiko einer beschleunigten körperlichen Belastung und Schädigung.

 

Speed (Amphetamin) und LSD

Der Mischkonsum von Speed und LSD ist bei weitem nicht so verbreitet wie der von Ecstasy und Speed, obwohl vom Wirkungsprofil diese Kombination weitaus mehr Sinn macht. Der LSD-Trip wird durch das Amphetamin in seiner Essenz nur marginal und nicht wesentlich beeinflusst, im Gegensatz dazu wird die Amphetamin-Wirkung vom LSD-Trip stark geprägt. Das Zusammenspiel der Substanzen bewirkt eine beschleunigte Wahrnehmung der durch das LSD geprägten Bilder (der Begriff Bilder ist hier sinnbildlich zu verstehen und beschränkt sich nicht nur auf optische Phänomene). Vor allem kann die durch das Amphetamin freigesetzte Energie weit besser in einen harmonischen Fluss gelenkt werden, als dies nach alleinigem Amphetamin-Konsum der Fall ist. Voraussetzung für ein positives Erleben dieser Wirkstoffkombination ist natürlich eine gute Verträglichkeit von LSD.

Übereinstimmend berichten die meisten Konsumenten, dass man die besten Ergebnisse erzielen könne, wenn man erst nach dem Einfahren des Trips (erst nach der vollen Entfaltung der LSD-Wirkung) die erste Nase nimmt.

Es soll hier jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass viele LSD-Konsumenten überhaupt kein Speed mögen und niemals von sich aus auf die Idee kämen, LSD und Speed zu kombinieren. Andererseits gibt es zahlreiche Speed-Konsumenten, die LSD meiden wie den Teufel. Leute, die gerne LSD und Speed kombinieren, zählen sowohl bei den LSD-Konsumenten als auch bei den Speed-Konsumenten zu einer eher kleinen Minderheit.

 

Crystal (Methamphetamin) und LSD

Wie bei Amphetamin und LSD erzielt man die besten Ergebnisse, wenn die Stimulans, in diesem Fall Methamphetamin, erst nach der vollen Entfaltung der LSD-Wirkung eingenommen wird. Entscheidet man sich hingegen erst nach dem Konsum von Methamphetamin, einen LSD-Trip zu nehmen, dann zeigt die Erfahrung, dass die Wirkungsdauer des LSD-Trips kürzer ist als gewöhnlich. Die Verkürzung der Wirkungsdauer macht etwa 30 Prozent aus. Die Erlebnisqualität wird ähnlich beschrieben wie bei der Kombination von Amphetamin und LSD. Doch betonen zahlreiche Konsumenten, dass die Wege der psychedelischen Reise mit Methamphetamin als Stimulans stringenter (bündiger, zwingender, logischer, strenger) sind als mit Amphetamin und die gewonnenen Eindrücke noch klarer und transparenter als mit Amphetamin.

Hinweis: Methamphetamin wirkt viel stärker als Amphetamin. Die meisten Konsumenten fühlen sich mit Dosierungen um die 20 Milligramm am besten bedient, wobei zumeist zwei Portionen von zirka 10 Milligramm im Abstand von einer halben Stunde geschnupft werden (1 Gramm ergibt 100 Linien à 10 Milligramm oder 50 Linien à 20 Milligramm). Dauerkonsumenten von Methamphetamin dosieren oftmals höher, bekommen dafür aber früher oder später oftmals Probleme sowohl psychischer als auch physischer Art aufgrund der Nebenwirkungen des Dauerkonsums. Auf lange Sicht hat man (qualitativ) weit mehr von der Substanz Methamphetamin, wenn man (quantitativ) weniger davon konsumiert.

 

Speed (Amphetamin) und Kokain

Amphetamin bewirkt nicht nur eine erhöhte Ausschüttung von Dopamin, sondern auch des Dopamintransporters (DAT). Zudem bewirkt Amphetamin durch die Stimulierung des TAAR1-Rezeptors eine Modulation des Dopamin-Transporters, so dass es zu einer Richtungsumkehrung seiner Funktion kommt und Dopamin vom Zellinneren in den außerzellulären Raum (synaptischen Spalt) transportiert wird, jedoch eine Rückführung vom synaptischen Spalt in das Innere der Zelle nicht bewerkstelligt werden kann, obwohl das die eigentliche Funktion des Transporters ist. Kokain hingegen bindet sich an den Dopamintransporter und bewirkt so eine Blockade der präsynaptischen Wiederaufnahme (reuptake-inhibitor) von Dopamin. Die Bindung von Kokain am Dopamintransporter verhindert jedoch auch den durch Amphetamin induzierten vermehrten Transport von Dopamin mittels des Dopamintransporters in die synaptischen Spalten. Kokain hebt somit einen Teil des Wirkmechanismusses von Amphetamin auf. Der gleichzeitige Konsum von Amphetamin und Kokain ist aus pharmakologischer Sicht reine Verschwendung.

Auch von der wahrgenommenen Wirkung her beschreiben viele Konsumenten diese Kombination als nicht sonderlich befriedigend oder erfreulich. Hektik und Gereiztheit, Überspanntheit und Ungeduld und vor allem die Unfähigkeit richtig zu genießen sind die wesentlichen Attribute, die das psychische Empfinden charakterisieren. Auf der physischen Ebene werden vor allem Zittern und Herzrasen als störende Nebeneffekte registriert.

 

Speed (Amphetamin) und/oder Crystal (Methamphetamin) und Alkohol

Wer nach einer Nase Speed oder Crystal ein Glas Champagner trinkt, hat im Allgemeinen nichts zu befürchten und kann den Champagner sicherlich genießen. Größere Mengen Alkohol sind jedoch nach dem Speed-Konsum außerordentlich tückisch, da man unter dem Einfluss von (Meth)Amphetamin die Wirkung des Alkohols kaum verspürt. Subjektiv fühlt man sich selbst nach Alkoholmengen, die einen sonst angetrunken oder gar besoffen machen, noch relativ nüchtern, so dass man seinen Alkoholkonsum oft gar nicht bewusst registriert. Dennoch ist das Reaktionsvermögen durch den Alkohol beeinträchtigt. Das heißt, beim Lenken eines Fahrzeuges ist das Unfallrisiko deutlich erhöht, obwohl man sich noch recht nüchtern oder gar vollkommen nüchtern fühlt. Achtsamkeit (auch bezüglich des Verhaltens von Freunden) ist hier geboten, da nicht nur der Führerschein (bei einer allfälligen polizeilichen Kontrolle) auf dem Spiel steht, sondern die Unversehrtheit oder gar das Leben des Fahrers und der anderen Insassen des Fahrzeugs.



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23
C. Püllen: Erfahrungen mit Pervitin, in: Münchner medizinische Wochenschrift 86 (1939), S. 1001-1004
24
Erste Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung (1. BtMÄndV) vom 6. August 1984
HTML-Version:
https://www.eve-rave.net/abfahrer/recht.sp?text=75&cat=1&page=0
PDF-Version:
https://www.eve-rave.net/abfahrer/download.sp?id=2540
25
Zehnte Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung (10. BtMÄndV) vom 20. Januar 1998
HTML-Version:
https://www.eve-rave.net/abfahrer/recht.sp?text=29&cat=1&page=0
PDF-Version:
https://www.eve-rave.net/abfahrer/download.sp?id=2720
26
Pillenlisten von Eve & Rave Berlin
http://www.eve-rave.net/abfahrer/download.sp?cat=1
27
Aktuelle Pillenliste von Eve & Rave Schweiz
https://www.eve-rave.ch/wordpress/substanzen/pillenwarnungen/
28
Edi Frei, Alex Gamma, Roberto Pascual-Marqui, Dietrich Lehmann, Daniel Hell and Franz X. Vollenweider: Localization of MDMA-Induced Brain Activity in Healthy Volunteers Using Low Resolution Brain Electromagnetic Tomography (LORETA):
http://www.brainm.com/software/pubs/brain/Frei%20LORETA%202001_frei_1.pdf
29
Buchert, Ralph; Thomasius, Rainer; Nebling, Bruno; Petersen, Kay; Obrocki, Jost; Jenicke, Lars; Wilke, Florian; Wartberg, Lutz; Zapletavola, Pavlina; Clausen, Malte: Long-Term Effects of "Ecstasy" Use on Serotonin Transporters of the Brain Investigated by PET, in J. Nucl. Med. 2003, Nr. 44, S. 375-384
30
Gouzoulis-Mayfrank, E.; Daumann, J.; Saß, H.: Neurotoxische Langzeitschäden bei Ecstasy (MDMA)-Konsumenten – Überblick über den aktuellen Wissenstand, in: Der Nervenarzt 5•2002 Nr. 73 S. 405-421
https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00115-001-1243-6