DrogenGenussKultur |
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DroGenKult.net Redaktion |
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DrogenGenußKulturEßkultur wird von frühester Jugend an erlernt und prägt die Empfindungen von Lust, Sinnlichkeit und Genuß. Wer kocht, bestimmt zumeist, was auf den Tisch kommt. Wer ißt, bestimmt prinzipiell, wieviel er wovon essen möchte. Das gilt auch für Kinder. Auf die Bedürfnisse der Kindergaumen sollte Rücksicht genommen werden: Scharf, zu sauer oder bitter paßt noch nicht zu den empfindlichen Geschmacksnerven der Kinder. Kinder sollten die Wahl haben zwischen beispielsweise zwei verschiedenen Salaten oder zwei verschiedenen Gemüsearten. Es ist völlig akzeptabel, wenn ein Kind den Fenchel verweigert, dafür aber bei den zarten Karotten oder grünen Erbsen viel kräftiger zugreift als die Erwachsenen. Wer ein Kind gegen seinen Willen nötigt, ein bitter schmeckendes Gericht aus Fenchel oder einen Salat mit einer scharfen oder sauren Soße zu essen, ja das Kind in irgend einer Form zwingt, etwas zu essen, wogegen es Widerwillen verspürt, vergewaltigt die Geschmacksnerven des Kindes und zerstört den natürlichen Geschmackssinn desselben. Ein gut funktionierender Geschmackssinn, der Lust und Widerwillen prägt, ist die Basis für die individuelle Gestaltung eines gesundheitsfördernden und genüßlichen Speiseplans. Wurde dieser elementarer Sinn jedoch im Kindesalter beschädigt oder zerstört, sind die Chancen für eine gesunde Lebensweise sowohl auf physischer als auch auf psychischer Ebene deutlich gemindert oder stark eingeschränkt. Die Empfindungen von Lust, Sinnlichkeit und Genuß sind dann zumeist nicht nur im Kindesalter, sondern das ganze Leben lang gestört und die Lebensqualität ist dann nicht selten bis ins hohe Alter erheblich beeinträchtigt. Die Eßkultur und natürlich auch die Trinkkultur sind grundlegende Säulen der GenußKultur. Wer eine ausgereifte GenußKultur entwickelt hat, der ist auch reif für einen sinnlichen oder sinnvollen DrogenGenuß. Menschen, die fähig sind, den Genuß ihrer Drogen zu kultivieren, werden durch ihren DrogenGenuß wie auch durch ihre GenußKultur bereichert, Menschen, die dazu nicht fähig sind, laufen Gefahr, durch ihren Drogenkonsum und ihrer Konsumkultur früher oder später zunehmend an Lebensqualität einzubüßen. Zum wahren DrogenGenuß und echter GenußKultur befähigte Menschen sind in der Lage, eine DrogenKultur zu gestalten - oder besser: zu schöpfen - und in einer Art zur Entfaltung zu bringen, daß die Teilhabenden an dieser Kultur diese auch genießen können, also auch Teil am KulturGenuß haben können. Die hier dargelegte Ansicht der Dinge wurde maßgeblich von den Ausführungen von
Henning Schmidt-Semisch in dem Buch "Die prekäre Grenze der Legalität - DrogenKulturGenuß" (München
1994) beflügelt. Auch der Name DrogenGenußKultur dieser Homepage ist vom Wesen her verwandt mit dem Untertitel DrogenKulturGenuß des oben bezeichneten Buches. Die Offenbarung der wesentlichen Beziehungsstruktur zwischen den Dingen, die durch die Begriffe DrogenGenußKultur und DrogenKulturGenuß bezeichnet werden, ist Leitmotiv der hier auf »www.DroGenKult.net« präsentierten Arbeit.
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